website
 +86 22 66224148   jack@unionvalve.com

Trust in quality. Create win-win situations.

Armaturennormen: Konstruktion, Flansche, Baulänge und Prüfung

In Armaturenanfragen oder technischen Spezifikationen finden sich häufig Anforderungen wie:

  • Konstruktion: EN 593
  • Baulänge: EN 558
  • Flansche: EN 1092-2
  • Prüfung: EN 12266-1

Für viele Einkäufer stellt sich zunächst die Frage:

Warum muss eine Armatur so viele unterschiedliche Normen erfüllen?

Tatsächlich handelt es sich dabei nicht um sich wiederholende Anforderungen. Jede Norm deckt einen anderen Teil der Armaturenspezifikation ab; zusammen ergeben sie eine vollständige technische Anforderung.

  • Die Konstruktionsnorm legt fest, wie die Armatur auszulegen ist.
  • Die Baulängennorm bestimmt die gesamte Einbaulänge der Armatur.
  • Die Flanschnorm bestimmt, ob die Armatur ordnungsgemäß an die Rohrleitung angeschlossen werden kann.
  • Die Prüfnorm legt fest, wie Druckfestigkeit und Dichtheit der Armatur zu prüfen sind.

Wer den Regelungsbereich der einzelnen Normen kennt, kann schnell beurteilen, ob eine Armaturenspezifikation vollständig ist. Zugleich lassen sich unnötige technische Rückfragen sowie spätere Anschluss- oder Montageprobleme vermeiden.

Welche Hauptarten von Armaturennormen gibt es?

Die in Projekten der Industriearmaturentechnik gebräuchlichen Normen lassen sich im Allgemeinen in folgende Kategorien einteilen:

Normenkategorie

Hauptregelungsbereich

Gängige Beispiele

Konstruktions- / Produktnorm der Armatur

Anforderungen an Aufbau, Konstruktion und Leistungsmerkmale der Armatur

API 609, EN 593, API 600, API 594

Baulängennorm

Baulängen zwischen Flanschflächen bzw. Anschlussenden

EN 558, ISO 5752, ASME B16.10

Flanschnorm

Flanschabmessungen, Schraubenbohrungen, Dichtflächen und Anschlussanforderungen

EN 1092, ASME B16.5, ASME B16.47

Prüfnorm

Druckprüfungen, Sitzleckage und Abnahmekriterien

API 598, EN 12266-1, ISO 5208

Was ist eine Konstruktionsnorm für Armaturen?

Eine Konstruktionsnorm für Armaturen, auch Produktnorm genannt, definiert die grundlegenden Anforderungen, die eine Armatur bei Auslegung und Fertigung erfüllen muss. Je nach Armaturenart kann sie unter anderem Aufbau, Werkstoffe, Druckstufen und grundlegende Leistungsanforderungen umfassen.

Für unterschiedliche Armaturenarten gelten in der Regel unterschiedliche Konstruktionsnormen. Zum Beispiel:

Armaturenart

Gängige Konstruktions- / Produktnorm

Absperrklappe

API 609, EN 593

Absperrschieber

API 600

Rückschlagarmatur

API 594

Kugelhahn

API 608, ISO 17292

Zu beachten ist, dass die Konstruktionsnorm nicht sämtliche Maß- und Prüfanforderungen festlegt. In konkreten Projekten werden Baulängennorm, Flanschnorm und Prüfnorm üblicherweise separat angegeben.

Was ist eine Flanschnorm für Armaturen?

Eine Flanschnorm für Armaturen definiert die Maß- und Druckstufenanforderungen, die beim Anschluss eines Armaturenflansches an einen Rohrleitungsflansch einzuhalten sind.

Je nach Norm werden unter anderem Flanschaußendurchmesser, Anzahl und Durchmesser der Schraubenbohrungen, Lochkreisdurchmesser (PCD), Flanschdicke, Ausführung der Dichtfläche und Druckstufe festgelegt.

Flanschnorm

Zu den gängigen Flanschnormen für Armaturen gehören:

Norm

Typischer Anwendungsbereich

EN 1092-1

Stahlflansche

EN 1092-2

Flansche aus Gusseisen und Sphäroguss

ASME B16.5

ASME-Flanschsystem für NPS 1/2–24

ASME B16.47

ASME-Flansche für große Nennweiten

JIS B 2220

JIS-Flanschsystem

  • Im EN-System sind unter anderem die Druckstufen PN10, PN16, PN25 und PN40 gebräuchlich.
  • Im ASME-System sind unter anderem die Druckklassen Class 150, 300 und 600 gebräuchlich.

Dabei ist besonders zu beachten:
PN16 und Class 150 sind nicht ohne Weiteres austauschbar.

Daher reicht es bei der Beschaffung von Armaturen in der Regel nicht aus, lediglich DN/NPS und PN/Class anzugeben. Die genaue Flanschnorm verhindert Probleme wie versetzte Schraubenbohrungen oder nicht kompatible Flanschabmessungen nach Anlieferung auf der Baustelle.

Was ist eine Baulängennorm?

Die Baulänge einer Armatur ist das Einbaumaß zwischen ihren beiden Anschlussflächen.

Baulänge

Zu den gängigen Baulängennormen gehören:

Norm

Hauptanwendungsbereich

EN 558

Europäische Norm für zahlreiche Arten von Industriearmaturen

ISO 5752

Internationale Norm, die hauptsächlich für metallische Flanscharmaturen verwendet wird

ASME B16.10

Üblicherweise für Armaturen in Rohrleitungssystemen nach ASME / ANSI verwendet

Die Baulänge kann von Armaturenart, Nennweite, Druckstufe, Bauform und der jeweiligen Normenreihe abhängen.

Die EN 558 enthält beispielsweise verschiedene Baulängenreihen, darunter:

  • EN 558 Reihe 14
  • EN 558 Reihe 15
  • EN 558 Reihe 20
  • EN 558 Reihe 48

Selbst bei gleicher Nennweite und Druckstufe können zwei Armaturen unterschiedliche Einbaulängen aufweisen, wenn sie verschiedenen Baulängenreihen entsprechen.

Beispiel:
Absperrklappe DN300 PN16

Fordert ein Projekt EN 558 Reihe 14, während eine andere Armatur nach einer abweichenden Reihe gefertigt wird, können die Baulängen trotz identischer Ausführung DN300 PN16 voneinander abweichen.

Dies ist insbesondere beim Austausch von Armaturen, bei Instandhaltungsprojekten und bei Anlagen mit bereits festgelegtem Rohrleitungsabstand von Bedeutung.

Stimmt die Baulänge nicht überein, kann eine direkte Montage vor Ort trotz korrekter Nennweite, Druckstufe und Flanschabmessungen unmöglich sein.

Bei der technischen Projektklärung sollte daher zunächst Folgendes geprüft werden:

DN + PN/Class + Flanschnorm
auch Folgendes zu bestätigen:
Baulängennorm / Baulängenreihe

Was ist eine Prüfnorm für Armaturen?

Eine Prüfnorm für Armaturen legt fest, welchen Druck- und Dichtheitsprüfungen eine Armatur vor Verlassen des Werks zu unterziehen ist und wie die Prüfergebnisse zu bewerten und abzunehmen sind.

Zu den gängigen Prüfnormen für Armaturen gehören:

Norm

Hauptanwendungsbereich

API 598

Üblicherweise für Industriearmaturen verwendet, die nach API- / ASME-Normen ausgelegt sind

EN 12266-1

Gängige europäische Norm für die Druckprüfung von Armaturen

ISO 5208

Internationale Norm für die Druckprüfung von Industriearmaturen

Prüfnormen legen üblicherweise Anforderungen an Gehäuseprüfung, Sitzdichtheitsprüfung, Prüfdruck, Haltezeit, Prüfmedium, zulässige Leckage und Abnahmekriterien fest.

Zwei gängige Arten von Armaturenprüfungen

1. Gehäuseprüfung
Die Gehäuseprüfung dient vor allem dem Nachweis, dass Gehäuse, Oberteil und andere drucktragende Bauteile dem festgelegten Prüfdruck sicher standhalten, ohne unzulässige Leckage oder strukturelles Versagen.

2. Sitzdichtheitsprüfung
Mit der Sitzdichtheitsprüfung wird nachgewiesen, dass die Armatur in geschlossener Stellung die geforderte Dichtheit erreicht.

Die zulässige Leckrate kann je nach Prüfnorm und Armaturenart variieren.

Beispielsweise kann für bestimmte weichdichtende Armaturen Folgendes gefordert sein:
Keine sichtbare Leckage / null sichtbare Leckage

Bei bestimmten metallisch dichtenden Armaturen kann eine definierte Leckage zulässig sein, sofern sie innerhalb der Grenzwerte der anzuwendenden Norm liegt.

Absperrklappe

Welche Normen sind bei der Beschaffung einer Armatur anzugeben?

Um unklare technische Anforderungen und Montageabweichungen vor Ort zu vermeiden, sollten bei einer Anfrage (RFQ) oder der Prüfung einer Armaturenspezifikation mindestens folgende Angaben bestätigt werden:

Merkmal

Beispiel

Armaturenart

Absperrklappe

Nennweite

DN300

Druckstufe

PN16

Konstruktionsnorm

EN 593

Baulänge

EN 558 Reihe 14

Flanschnorm

EN 1092-2

Prüfnorm

EN 12266-1

Gehäusewerkstoff

Sphäroguss

Scheibenwerkstoff

Edelstahl

Dichtungswerkstoff

EPDM

Sind die ursprünglichen Normen bei einem Armaturenaustausch nicht eindeutig, sollten zusätzlich die tatsächliche Baulänge, die Flanschabmessungen, die Typenschilddaten oder Zeichnungen der vorhandenen Armatur bereitgestellt werden. Damit lässt sich die Einbaukompatibilität genauer bestätigen.

Unterschiedliche Armaturennormen regeln unterschiedliche Anforderungen, darunter Konstruktion, Baulängen, Flanschanschlüsse und Prüfungen. Die Kenntnis dieser Unterschiede erleichtert die Beurteilung, ob eine Spezifikation vollständig ist, und macht die tatsächlichen technischen Abweichungen verschiedener Angebote transparent.

Daher sollten in einer Anfrage neben Nennweite und Druckstufe auch Konstruktionsnorm, Baulängennorm, Flanschnorm, Prüfnorm und die wesentlichen Werkstoffe angegeben werden.

Union Valve kann das Datenblatt, die Zeichnung oder die Spezifikation der vorhandenen Armatur des Kunden prüfen und bei der Bestätigung der geeigneten Normen und Armaturenkonfiguration unterstützen. So erhält das Projekt eine präzisere technische Grundlage. Bei weiteren Fragen können Sie uns kontaktieren.

 

Verwandte Fachartikel:

Über die Autorin
Serena Zhang
Tina Wei
Vertriebsleiterin · Tianjin Union Valve Co., Ltd
Mehr als 8 Jahre Erfahrung im Vertrieb von Industriearmaturen sowie umfassende Fachqualifikation und Branchenerfahrung.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen

Einen Hinweis zu Ihrer Bestellung hinzufügen

Suchen Sie auf unserer Seite

RuffRuff Apps RuffRuff Apps by Tsun