Sitzwerkstoffe für Absperrklappen: EPDM, NBR, PTFE, Viton und Metallsitz im Vergleich
Die Auswahl des richtigen Sitzwerkstoffs für eine Absperrklappe ist eine der wirksamsten Maßnahmen gegen Leckage, Quellen, hohes Drehmoment, vorzeitigen Verschleiß und unnötige Wartung. Der Sitz berührt Klappenscheibe und Medium und muss daher zu Fluid, Temperatur, Druck, Zulassungsanforderungen und erwarteter Lebensdauer passen.
Dieser Leitfaden vergleicht die gebräuchlichsten Sitzwerkstoffe für Absperrklappen: EPDM, NBR, PTFE, Viton/FKM und Metallsitze. Er richtet sich an Ingenieure, Händler und Einkaufsteams, die vor einer Anfrage oder Freigabe eines Armaturendatenblatts eine praktische Referenz zur Werkstoffauswahl benötigen.
- EPDM ist meist die erste Wahl für Reinwasser, HVAC, kommunale Wasserversorgung und viele Abwasseranwendungen.
- NBR eignet sich besser für ölbasierte Medien, ist aber normalerweise nicht die richtige Wahl für Trinkwasser oder Ozonbelastung.
- PTFE wird für viele korrosive Chemikalien bevorzugt, besitzt jedoch eine geringere Elastizität als Gummi und erfordert eine geeignete Armaturenkonstruktion.
- Viton/FKM eignet sich für höhere Temperaturen, Öle und aggressivere Fluide, ist jedoch teurer und bei niedrigen Temperaturen weniger flexibel.
- Metallsitze werden für hohe Temperaturen, abrasive Medien, hohen Druck oder anspruchsvolle Betriebsbedingungen gewählt, bei denen Weichsitze versagen können.

Welche Funktion hat der Sitz einer Absperrklappe?
Der Sitz einer Absperrklappe bildet die Dichtfläche zwischen Armaturengehäuse und drehender Klappenscheibe. Beim Schließen drückt die Scheibe gegen den Sitz und sperrt den Durchfluss ab. Der Sitz beeinflusst außerdem das Betätigungsdrehmoment, gleicht geringe Montageabweichungen aus und schützt bei ausgekleideten Bauarten das Gehäuse vor direktem Medienkontakt.
Bei weichdichtenden Absperrklappen beruht die Abdichtung hauptsächlich auf der elastischen Verformung von Gummi oder PTFE. Bei metallisch dichtenden Absperrklappen hängt sie stärker von bearbeitetem Metallkontakt, exzentrischer Scheibenanordnung und druckunterstützter Geometrie ab. Deshalb kann sich dieselbe Armaturengröße mit einem anderen Sitzwerkstoff deutlich anders verhalten.
Eine ausführlichere Erläuterung der Sitzkonstruktionen finden Sie in unserem Leitfaden zu Sitzbauarten und Auswahl von Absperrklappen.
Vergleichstabelle der Sitzwerkstoffe für Absperrklappen
Die folgende Tabelle bietet einen praktischen Erstvergleich. Die endgültige Auswahl ist stets anhand der tatsächlichen Medienkonzentration, Betriebstemperatur, des Drucks, der Strömungsgeschwindigkeit, Sitzkonstruktion und erforderlichen Zulassungen zu prüfen.
| Sitzwerkstoff | Am besten geeignet für | Typische Stärken | Wesentliche Einschränkungen | Typische Anwendungen |
|---|---|---|---|---|
| EPDM | Wasser, Dampf, Glykol sowie viele verdünnte Säuren und Laugen | Gute Elastizität, Alterungsbeständigkeit und Eignung für Wasser | Schlechte Verträglichkeit mit Mineralölen und Kohlenwasserstoffen | Kommunalwasser, HVAC, Abwasser und bei Zulassung Trinkwasser |
| NBR | Ölbasierte Medien, Kraftstoff, Hydrauliköl und Schmieröl | Gute Öl- und Abriebbeständigkeit sowie Gasdichtheit | Geringe Ozon- und Witterungsbeständigkeit; nicht ideal für Warm- oder Trinkwasser | Kraftstoffsysteme, Ölanwendungen und Druckluft mit Ölnebel |
| PTFE | Korrosive Säuren, Laugen, Lösemittel und hochreine Fluide | Sehr hohe chemische Inertheit und geringe Reibung | Geringere Elastizität als Gummi; Kriechen/Kaltfluss ist zu berücksichtigen | Chemische Verfahren, korrosives Abwasser und Sondermedien |
| Viton / FKM | Öle und Kraftstoffe bei höheren Temperaturen sowie ausgewählte Chemikalien | Hohe Wärme-, Öl- und Chemikalienbeständigkeit | Höhere Kosten; geringere Kälteflexibilität als EPDM/NBR | Chemieanwendungen, Öl und Gas sowie industrielle Hochtemperatursysteme |
| Metallsitz | Hohe Temperaturen, abrasive Medien, extreme Druckbedingungen oder Fire-Safe-Anwendungen | Hohe Festigkeit, Verschleißbeständigkeit und Temperaturtragfähigkeit | Höheres Drehmoment und höhere Kosten; Dichtheitsklasse konstruktionsabhängig | Kraftwerke, Dampf, Öl und Gas, Schlämme und anspruchsvoller Betrieb |
Technischer Hinweis: API Standard 609 behandelt Konstruktion, Werkstoffe, Baulängen, Druck-Temperatur-Zuordnungen sowie Prüfanforderungen für verschiedene Gehäusewerkstoffe und Bauarten von Absperrklappen. Es handelt sich um eine Armaturennorm und nicht um eine chemische Beständigkeitstabelle; die Auswahl des Sitzwerkstoffs erfordert daher weiterhin eine gesonderte Medienverträglichkeitsprüfung.
Wann sollten EPDM-Sitze für Absperrklappen gewählt werden?
Wählen Sie EPDM, wenn das System überwiegend wasserbasierte Medien führt und eine stabile Abdichtung zu angemessenen Kosten benötigt. EPDM wird häufig in Wasserwerksarmaturen, HVAC-, Kaltwasser-, allgemeinen Abwasser- und Trinkwasserprojekten eingesetzt, sofern die konkrete Mischung die erforderliche Trinkwasserzulassung besitzt.
EPDM eignet sich gut für Wasser, Dampf, verdünnte Säuren und Laugen sowie Ozon- und Witterungsbelastung. Damit ist es für viele weichdichtende Absperrklappen eine praktische Standardwahl. Für Mineralöl, Diesel, Benzin oder die meisten Kohlenwasserstoffe sollte EPDM jedoch nicht verwendet werden, da Quellen und Dichtungsverlust auftreten können.
Bei Trinkwasserprojekten reicht die Werkstoffbezeichnung allein nicht aus. Die konkrete Armatur, Beschichtung und alle medienberührten Komponenten müssen je nach Markt die geforderte Zulassung wie WRAS, ACS, WaterMark oder NSF/ANSI/CAN 61 erfüllen. Nach NSF umfasst NSF/ANSI/CAN 61 Komponenten von Trinkwassersystemen, darunter Armaturen, Verbindungs- und Dichtwerkstoffe, Rohre und nichtmetallische Trinkwassermaterialien.
Weiterführender Artikel: Auswahl von Absperrklappen für Trinkwasser (WRAS, ACS, WaterMark).
Wann sollten NBR-Sitze für Absperrklappen gewählt werden?
Wählen Sie NBR, auch Nitrilkautschuk oder Buna-N genannt, wenn Ölbeständigkeit wichtiger ist als Wasseralterung oder Ozonbeständigkeit im Freien. NBR wird häufig für Mineralöle, Schmierstoffe, Hydraulikflüssigkeiten und bestimmte Gasanwendungen eingesetzt.
Gegenüber EPDM ist NBR beständiger gegen Öle und Kraftstoffe, jedoch meist schwächer bei Ozon, Sonnenlicht, Warmwasser und Dampf. NBR sollte nicht allein aufgrund der Verfügbarkeit oder des niedrigen Preises gewählt werden, sondern weil das Medium ölbasiert ist und die Temperatur innerhalb des zulässigen Bereichs der Mischung liegt.
Bei kommunalem Wasser, Trinkwasser, Kaltwasser oder HVAC-Außenanwendungen ist EPDM normalerweise der sicherere Ausgangspunkt als NBR. Bei Öl- oder Kraftstoffleitungen sowie kompressorbezogenen Anwendungen kann NBR die logischere erste Wahl sein.
Wann sollten PTFE-Sitze für Absperrklappen gewählt werden?
Wählen Sie PTFE, wenn die chemische Beständigkeit das Hauptrisiko darstellt. PTFE ist kein Gummi, sondern ein Fluorpolymer mit sehr geringer Reibung und hoher chemischer Inertheit. In Absperrklappen wird PTFE häufig als Sitz, Auskleidung oder Vollauskleidung eingesetzt, um korrosive Medien vom metallischen Gehäuse zu isolieren.

PTFE ist für viele Säuren, Laugen, Lösemittel und aggressive chemische Fluide eine geeignete Wahl. Aufgrund geringer Adhäsion und niedrigen Kontaminationsrisikos eignet es sich auch bei hohen Reinheitsanforderungen. PTFE ist jedoch weniger elastisch als Gummi; die Armaturenkonstruktion muss daher Kompression, Drehmoment und Langzeitkriechen beherrschen. Ein ungünstig konstruierter PTFE-Sitz kann trotz chemischer Verträglichkeit undicht werden.
Bei Schlämmen oder Fluiden mit harten Partikeln ist PTFE mit Vorsicht einzusetzen. Abrasive Feststoffe können Auskleidung oder Dichtfläche beschädigen. Für solche Anwendungen können eine andere Sitzkonstruktion, ein härterer Werkstoff oder eine metallisch dichtende Armatur erforderlich sein.
Detaillierte Hinweise zur Produktauswahl finden Sie unter Was ist eine PTFE-ausgekleidete Absperrklappe und wie wird sie ausgewählt?.
Wann sollten Viton- oder FKM-Sitze für Absperrklappen gewählt werden?
Viton ist ein bekannter Handelsname für FKM-Fluorelastomer. Wählen Sie FKM, wenn der Sitz eine höhere Wärme-, Öl-, Kraftstoff- und Chemikalienbeständigkeit benötigt, als Standard-EPDM oder NBR bieten können. FKM wird häufig für industrielle Anwendungen bei höheren Temperaturen, chemische Medien und ölführende Systeme gewählt.
FKM ist nicht automatisch für jede Armatur besser. Es ist teurer und besitzt nicht dieselbe Kälteflexibilität wie EPDM oder NBR. Je nach genauer Formulierung kann es auch für bestimmte Amine, Warmwasser-/Dampfbedingungen oder starke Basen ungeeignet sein. Prüfen Sie die konkrete FKM-Mischung stets anhand von Medienkonzentration und Temperatur.
Verwenden Sie FKM, wenn ein ausgewogener Elastomersitz mit höherer Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit benötigt wird, eine PTFE-ausgekleidete oder metallisch dichtende Armatur jedoch nicht gerechtfertigt ist. Für Standard-Wasseranwendungen ist EPDM normalerweise wirtschaftlicher.
Wann sollte eine metallisch dichtende Absperrklappe gewählt werden?
Wählen Sie einen Metallsitz, wenn Weichsitze den Betriebsbedingungen nicht standhalten. Metallisch dichtende Absperrklappen werden bei höheren Temperaturen, abrasiven Partikeln, hohem Druck, Dampf, anspruchsvollen Chemieanwendungen oder bei konstruktionsbestimmenden Fire-Safe- beziehungsweise hohen Dichtheitsanforderungen eingesetzt.
Bei Metallsitzen ist nicht nur der Werkstoff entscheidend, sondern auch die Konstruktion. Doppelt und dreifach exzentrische Absperrklappen reduzieren die Reibung zwischen Klappenscheibe und Sitz, erhöhen die Standzeit und ermöglichen leistungsfähigere Abdichtungen. Eine konzentrische gummidichtende Armatur und eine dreifach exzentrische metallisch dichtende Armatur sind nicht austauschbar, selbst wenn Nennweite und Flanschbohrbild ähnlich erscheinen.
Einen detaillierten Vergleich finden Sie unter Weichdichtende und metallisch dichtende Absperrklappen im Vergleich.

Wie beeinflussen Medium, Temperatur und Druck die Sitzauswahl?
Zuerst ist die Medienverträglichkeit, danach die Temperatur und anschließend Druck sowie Schalthäufigkeit zu prüfen. Ein Sitzwerkstoff kann auf dem Papier geeignet erscheinen und dennoch versagen, wenn die Armatur nahe der Temperaturgrenze betrieben, häufig geschaltet, mit Flanschversatz montiert oder in einem Fluid mit unerwarteten Additiven eingesetzt wird.
Medientyp
Bei wasserbasierten Systemen ist EPDM meist der Ausgangspunkt, bei ölbasierten Systemen NBR oder FKM. Für korrosive Chemikaliensysteme werden häufig zunächst PTFE oder FKM betrachtet. Abrasive Schlämme oder Hochtemperaturbetrieb können Metallsitze oder Sonderkonstruktionen erfordern.
Temperatur
Die Temperatur beeinflusst Härte, Elastizität, Kriechen und Dichtkraft. Gummisitze können außerhalb ihres zulässigen Bereichs verhärten, erweichen oder quellen. PTFE kann unter Last kriechen. Metallsitze vertragen höhere Temperaturen, erfordern jedoch häufig präzisere Bearbeitung und ein höheres Drehmoment.
Druck und Absperrdichtheit
Weichsitze bieten in Nieder- bis Mitteldrucksystemen üblicherweise eine sehr gute Absperrdichtheit. Höherer Druck, häufige Druckstöße oder starker Differenzdruck können eine Hochleistungs-Absperrklappe erfordern. API 609 weist darauf hin, dass bei bestimmten Absperrklappenkategorien Sitz- und Gehäusedruckstufe voneinander abweichen können; die Gehäusedruckstufe darf daher nie automatisch der Sitzdruckstufe gleichgesetzt werden.
Wie sollten Einkäufer den Sitzwerkstoff in einer Anfrage spezifizieren?
Eine gute Anfrage beschreibt die Betriebsbedingungen, statt nur einen Sitzwerkstoff zu nennen. So kann der Hersteller die Verträglichkeit bestätigen und Fehlzuordnungen vermeiden.
- Medienbezeichnung, Konzentration, Additive und vorhandene Feststoffe
- Betriebs- und Maximaltemperatur
- Betriebsdruck, Differenzdruck und Druckstoßrisiko
- Armaturennennweite, Anschlussart und Flanschnorm
- Erforderliche Dichtheitsklasse oder Prüfnorm
- Betätigungsart und Schalthäufigkeit
- Erforderliche Zulassungen und Normen wie WRAS, ACS, WaterMark, NSF/ANSI/CAN 61, API 609 oder EN 593
- Ob der Sitz austauschbar, verklebt, vulkanisiert oder voll ausgekleidet sein soll
Wenn der genaue Werkstoff bereits feststeht, geben Sie ihn eindeutig an: EPDM, NBR, PTFE, FKM/Viton oder Metallsitz. Bei Unsicherheit übermitteln Sie die Betriebsdaten und fordern Sie eine Werkstoffempfehlung mit Begründung der Verträglichkeit an.
Praktischer Auswahlleitfaden nach Anwendung
| Anwendung | Übliche erste Wahl | Wann neu zu bewerten |
|---|---|---|
| Kommunalwasser | EPDM | Bei Bedarf zugelassene Trinkwasserqualitäten verwenden. |
| HVAC-Kaltwasser | EPDM | Glykolkonzentration und Temperatur prüfen. |
| Ölanwendung | NBR oder FKM | Bei höherer Temperatur oder aggressiven Kraftstoffen FKM verwenden. |
| Korrosive Chemikalien | PTFE oder FKM | Konzentration, Temperatur und Feststoffe prüfen. |
| Schlämme oder abrasive Medien | Spezialelastomer oder Metallsitz | Weiche PTFE-Auskleidung vermeiden, wenn harte Partikel den Sitz einschneiden können. |
| Hochtemperaturdampf oder anspruchsvoller Betrieb | Metallsitz | Exzenterkonstruktion, Dichtheitsklasse und Prüfnorm bestätigen. |
Häufige Fehler bei der Auswahl von Sitzwerkstoffen für Absperrklappen
- Auswahl nur nach Temperatur. Ein Werkstoff kann temperaturbeständig sein, aber chemisch versagen.
- EPDM in Ölanwendungen einsetzen. EPDM eignet sich gut für Wasser, ist aber meist schlecht mit Kohlenwasserstoffen verträglich.
- NBR ohne Zulassung für Trinkwasser verwenden. Trinkwasser erfordert zugelassene medienberührte Werkstoffe, nicht nur eine bekannte Elastomerbezeichnung.
- Annehmen, PTFE sei risikofrei. PTFE besitzt eine ausgezeichnete Chemikalienbeständigkeit, doch Konstruktion, Kriechen, Abrasion und Drehmoment bleiben relevant.
- Sitzdruckstufe ignorieren. Die Sitzdruckstufe kann insbesondere bei Hochleistungs-Absperrklappen von der Gehäusedruckstufe abweichen.
- Wartung nicht einplanen. Wenn einfache Instandhaltung erforderlich ist, klären Sie vor der Bestellung, ob der Sitz austauschbar ist.
Zur Wartungsplanung siehe So ersetzen Sie den Sitz einer Absperrklappe.

Häufig gestellte Fragen
Ist EPDM oder PTFE für Absperrklappensitze besser?
Keiner der Werkstoffe ist grundsätzlich besser. EPDM eignet sich aufgrund seiner Elastizität und Wirtschaftlichkeit meist besser für Wasser, HVAC und kommunale Systeme. PTFE ist wegen seiner höheren chemischen Inertheit meist besser für korrosive Chemikalien. Die richtige Wahl hängt von Medium, Temperatur, Druck und Zulassungsanforderungen ab.
Kann NBR für Absperrklappen in Wassersystemen verwendet werden?
NBR kann bestimmte Wassersysteme abdichten, wird jedoch meist für ölbasierte Medien statt für langfristige Wasseranwendungen gewählt. Für Kommunal-, Kalt- oder Trinkwasser ist EPDM normalerweise der bessere Ausgangspunkt, sofern die konkrete Mischung die erforderliche Zulassung besitzt.
Ist Viton dasselbe wie FKM?
Viton ist ein Handelsname für einen Typ von FKM-Fluorelastomer. In Armaturenspezifikationen bezeichnet FKM die allgemeine Werkstofffamilie, während Viton markengebundene Fluorelastomer-Mischungen bezeichnet. Bestätigen Sie stets die genaue Mischung, da die chemische Verträglichkeit je nach Formulierung variieren kann.
Wann sollte statt eines Weichsitzes ein Metallsitz verwendet werden?
Verwenden Sie einen Metallsitz, wenn Temperatur, Abrasion, Druck, Fire-Safe-Anforderungen oder anspruchsvolle Betriebsbedingungen den sicheren Einsatzbereich von Gummi- oder PTFE-Sitzen überschreiten. Metallisch dichtende Absperrklappen verwenden häufig doppelt oder dreifach exzentrische Konstruktionen, um Verschleiß zu reduzieren und die Dichtleistung zu verbessern.
Welche Angaben werden zur Auswahl des richtigen Sitzwerkstoffs benötigt?
Übermitteln Sie Medienbezeichnung und Konzentration, Temperatur, Druck, Feststoffgehalt, Armaturennennweite, Anschlussnorm, Schalthäufigkeit, Dichtheitsanforderung und erforderliche Zulassungen. Anhand dieser Angaben kann der Hersteller EPDM, NBR, PTFE, FKM oder einen Metallsitz genauer empfehlen.
Fazit: Sitzwerkstoff nach den Betriebsbedingungen auswählen
Die Auswahl des Sitzwerkstoffs einer Absperrklappe muss bei den Betriebsbedingungen beginnen, nicht bei Gewohnheit oder Preisvorgabe. EPDM ist meist die praktische Wahl für Wasser. NBR gehört hauptsächlich in Ölanwendungen. PTFE eignet sich für korrosive chemische Medien. Viton/FKM passt zu höheren Temperaturen und anspruchsvolleren Fluiden. Metallsitze bleiben extremen Betriebsbedingungen vorbehalten, denen Weichwerkstoffe nicht standhalten.
Wenn Sie Sitzwerkstoffe für ein aktuelles Projekt vergleichen, kann Union Valve Medium, Temperatur, Druck, Anschlussnorm und Zulassungsanforderungen prüfen, bevor eine Armaturenkonfiguration empfohlen wird. Sie können außerdem unser Sortiment an Absperrklappen ansehen oder uns kontaktieren Ihre Betriebsbedingungen übermitteln.
Quellen und weiterführende Literatur
- API Standard 609: Absperrklappen, doppelt geflanschte, Anflansch- und Zwischenflansch-Ausführung.
- NSF/ANSI/CAN 61: Komponenten von Trinkwassersystemen – gesundheitliche Auswirkungen.
- Parker O-Ring-Handbuch ORD 5700.
- EPDM- und PTFE-Sitze für Absperrklappen im Vergleich: Auswahlleitfaden.
- Sitzbauarten und -werkstoffe für Absperrklappen: Auswahlleitfaden.
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